Ergebnis der Aufrufe 2025 im EU-Cluster Gesundheit

D-Berlin | Die Nationale Kontaktstelle zum Programm Horizont Europa hat das Ergebnis der Aufrufe 2025 im EU-Cluster Gesundheit veröffentlicht. Danach führt Deutschland beim Budgetanteil, bei der Projektbeteiligung und Koordination. Besonders stark sind die Hochschulen und Forschungseinrichtungen engagiert.

Insgesamt wurden 50 Vollanträge mit einem Volumen von 468 Mio. Euro zur Förderung vorgeschlagen. An 35 der erfolgreichen Anträge waren deutsche Einrichtungen beteiligt, mit einem Volumen von 85 Mio. Euro. Beim Tool-05 „Boosting the translation of biotech research into innovative health therapies“ war die Erfolgsquote mit 10 von 22 gültigen Anträgen besonders hoch (45%). Über alle Topics hinweg betrug die Erfolgsquote nur 7%, was die starke Antragsbeteiligung bei den Aufrufen zeigt.

Beim Budgetanteil der Länder führt Deutschland mit 18% vor Frankreich mit 12 und England mit 11%. Bei der Projektbeteiligung liegt Deutschland mit 35 % vor England mit 31%, das gilt auch für die Koordination mit 12% vor Frankreich mit 7%. Mit 66% konnten die Hochschulen und Forschungseinrichtungen den Großteil der EU-Fördermittel in Deutschland für sich einwerben, 29% gingen an Unternehmen. Die deutschen Unternehmen haben mit 30% eine gute Projektbeteiligung (Gesamtquote 26%), koordinieren aber weitaus seltener.

Insgesamt zeigt sich die Dominanz Deutschlands und der Wissenschaftseinrichtungen bei EU-Projekten im Gesundheitsbereich. Die deutschen Unternehmen sind an vielen Projekten beteiligt, weniger an der Koordination. Das liegt sicher auch am hohen Abstimmungsaufwand zwischen den beteiligten Akteuren (Zeit und Personal).

(Quelle: NKS Gesundheit, Vorläufige Ergebnisse der Aufrufe 2025 im Cluster Gesundheit von Horizont Europa, July 2026)