08.01.2021

BioLAGO-Mitglied ermöglicht kontaktloses Fiebermessen in Corona-Zeiten

D-Villingen-Schwenningen | Die aktuelle Lage rund um die COVID-19-Pandemie erfordert ein sehr dynamisches Handeln sowie überdurchschnittliches Engagement. Hahn-Schickard beweist hier erneut seine Fähigkeit, Aufträge aus der Industrie in kürzester Zeit umzusetzen – so geschehen in Mitten der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020. Innerhalb von vier Monaten wurde ein zuverlässiger Infrarot-Temperatursensor für kontaktlose Fiebermessgeräte entwickelt und eine Million Stück im eigenen Reinraum produziert und geliefert.

Fieber ist eines der häufigsten Symptome der Krankheit COVID-19. Daher ist es wichtig, schnell und kontaktlos die Körpertemperatur von Personen zu erfassen – sei es im Krankenhaus, am Flughafen oder anderen Stellen, wo ein erstes Gesundheitsbild notwendig ist. Aus diesem Grund war bereits vor dem Höhepunkt der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 absehbar, dass der Bedarf an berührungslosen Fiebermessgeräten bei weitem die vorhandenen Kapazitäten der Hersteller überstieg und neue Hersteller von Temperatursensoren auf Infrarotbasis gesucht wurden. Dies bedingte einen Auftrag eines Kunden aus dem asiatischen Raum, für den Hahn-Schickard innerhalb von fünf Monaten marktreife Thermopile-Sensorchips für die berührungslose Temperaturmessung als Massenanwendung in Fiebermessgeräten entwickelte und eine Million Stück im eigenen Reinraum herstellte.

Breitbandige Infrarot-Sensoren dienen zur Messung einer Temperatur aus einem gewissen Abstand durch Erfassung der Infrarotstrahlung des menschlichen Körpers. Je höher die Temperatur des Körpers, desto stärker ist abgegebene Infrarotstrahlung. Das aus einem Silizium-Chip bestehende Messelement nimmt die Infrarotstrahlung in Form von Wärmeenergie auf und produziert ein elektrisches Ausgangssignal. So wird die kontaktlose Körpertemperaturmessung ermöglicht.

Diese Art von Auftrag ist selbst bei Hahn-Schickard nicht alltäglich und stellte das entwickelnde Team um Institutsleiter Prof. Dr. Alfons Dehé und Dr. Sophie Billat vor eine herausfordernde und zugleich spannende Aufgabe. „Ich bin stolz auf unsere Teams, die die Challenge angenommen haben und innerhalb von sechs Wochen erste Infrarot-Sensorchips in Spezifikation liefern konnten. Nach Bestätigung durch unseren Kunden, konnten wir innerhalb von vier Wochen eine Millionen Chips liefern. Dies zeigt, dass wir den Transfer von der Idee bis zum Produkt und in die Produktion beherrschen. Unsere Entwicklungskompetenz und Agilität erlaubt es uns, schnelle und passgenaue Lösungen für die Industrie bereitzustellen und in gewünschter Qualität dauerhaft zu produzieren.“ so Institutsleiter Prof. Dr. Alfons Dehé.

Im Hahn-Schickard-Reinraum am Standort in Villingen-Schwenningen kann das Unternehmen Entwicklungen, Dienstleistungen und Produktion für kleine und mittlere Unternehmen zu wettbewerbsfähigen Preisen bieten. Sowohl Einzelprozesse als auch Prozessintegration auf 100mm, 150mm und teilweise 200mm Silizium- und Glaswafern können angeboten werden. Die notwendigen Aufbau- und Verbindungstechniken stehen ebenfalls zur Verfügung. Dabei profitieren ihre Kunden und Partner von ihrer langjährigen Erfahrung und hohen Flexibilität. Die Qualitätssicherung nach DIN ISO 9001:2015 erfüllt branchenspezifische Anforderungen der Medizintechnik, Pharmazie oder Luft- und Raumfahrt. Das große Vertrauen der Wirtschaft in die Leistungsfähigkeit des Hahn-Schickard-Reinraums belegt die kontinuierlich steigende Auftragslage.

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Prof. Dr. Alfons Dehé
Institutsleiter
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