24.09.2020

Erste Projektanträge und Wachstum:
BioLAGO-Projekt „DIGInostik“ erfolgreich

D-Konstanz | Das von BioLAGO koordinierte bundesweite Netzwerk „DIGInostik“ zur Entwicklung innovativer Diagnostik mithilfe von IT und künstlicher Intelligenz nimmt Fahrt auf. In den ersten Monaten wurden aus den initiierten Arbeitsgruppen bereits 4 Förderanträge für Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen € eingereicht. Das Netzwerk hat kürzlich neue Mitglieder gewonnen und sucht noch weitere Industriepartner für neue sowie bereits angestoßene Projektvorhaben.

Im Netzwerk „DIGInostik – digitale Diagnostik für eine individuelle Therapie“ werden mit Nutzung digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz (KI) neue Lösungen entwickelt, die den Gesamtprozess von der Diagnostik zur individuellen Therapie für Patienten optimieren. Die neuen Technologien ermöglichen eine patientennahe, rasche Diagnostik und dadurch eine bessere und effizientere Behandlung. Ziel des Projekts „DIGInostik“ ist der Aufbau des Netzwerks und die Initiierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Die rund 20 beteiligten Partner aus drei Bundesländern sind Unternehmen der Diagnostik und Medizin-IT, Forschungseinrichtungen sowie Labore und Kliniken u.a. in Ulm, Konstanz, Tübingen, Villingen-Schwenningen und Freiburg. Damit wird die gesamte Kette von der Bedarfserfassung, technischen Realisierung, Prozessanpassung, Validierung und Anwendung abgedeckt.

Kürzlich hat das „DIGInostik“-Netzwerk neue Partner hinzugewonnen: Die HB Technologies AG verfügt über langjährige Erfahrung in digitaler Diagnostik sowie in der Softwareentwicklung für die Medizin- und Biotechnik-Branche. Als neuer Forschungspartner bereichert die Hochschule Albstadt-Sigmaringen den Verbund und bringt ihre Expertise für Point-of-care Analytik und Laborautomation ein. Mit der MiProbes Biotechnologies UG aus Berlin bekommt das Netzwerk außerdem Verstärkung im Bereich der innovativen Pathogen-Diagnostik mittels neuartiger Plattformtechnologie als Point-of-Care-Test.

 

Vom klinischen Bedarf zum Lösungskonzept: BioLAGO als Knotenpunkt

Aufbauend auf medizinisch-diagnostischen Bedarfen von Anwendern aus Klinik und Labor werden Kooperationen ermöglicht sowie Anträge für Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingereicht, um Lösungen zu erarbeiten. „Wir unterstützen die Partner aktiv bei der Identifizierung von bisher nicht erfüllten Anforderungen, der Konkretisierung von Lösungsansätzen zu Projektideen und der Koordination von Arbeitsgruppen“, so BioLAGO-Vorstandsmitglied Dr. Michael Steinwand. Darüber hinaus profitieren die Netzwerkspartner von BioLAGOs Unterstützung bei der Partnersuche, Recherchen und Kommunikation sowie von höheren Förderchancen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen sind Infektionsdiagnostik, digital unterstützte Krebsdiagnostik und -therapie, Diabetes sowie automatisierte Probenverarbeitung, Aufnahme und Auswertung medizinischer Messdaten.

 

Netzwerk verzeichnet erste Erfolge

In den ersten Monaten wurden aus den Arbeitsgruppen bereits 4 Projektvorschläge im ZIM-Programm sowie weiteren Programmen des Bundes eingereicht mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen €. Damit ist das Potential des Netzwerkes aber noch lange nicht ausgeschöpft. „Wir suchen derzeit insbesondere kleine und mittlere Unternehmen als Partner für Kooperationsprojekte, beispielweise Diagnostika-Hersteller, Assay- oder Geräte-Entwickler“, betont Michael Statnik, Projektleiter von DIGInostik.

 

DIGInostik: Das sind die Partner

Am Projekt beteiligt sind die Unternehmen celsius37.com AG, GATTAquant GmbH, Genome Identification Diagnostics GmbH, HB Technologies AG, HS Analysis GmbH, Johner Institut GmbH, Labor Dr. Brunner, MiProbes Biotechnologies UG, MPS Planungssysteme GmbH, MVZ Labor Ravensburg, QIAGEN Lake Constance GmbH, die Kliniken Eberhard Karls Universität Tübingen, BG Klinik – Siegfried Weller Institut Schwarzwald-Baar Klinikum – Klinik für Innere Medizin II, Uniklinik Freiburg – Klinik für Innere Medizin / für Tumorbiologie, Uniklinik Ulm – Institut für Klinische und Experimentelle Trauma-Immunologie sowie die Forschungseinrichtungen Fraunhofer IGB, Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und NMI Naturwissenschaftliches u. Medizinisches Institut -Uni Tübingen.

 

Werden auch Sie Partner 

Weitere Projektpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kliniken sind im „DIGInostik“-Netzwerk willkommen.

Ihre Vorteile:

  • Aktive Unterstützung durch BioLAGO als Netzwerkknoten, z.B.
    • Partnersuche/-vermittlung
    • Fachliche Bewertung/ Konkretisierung von Vorhaben
    • Recherchen, z.B. Markt, Schutzrechte, IVDR/MDR – durch Einbezug von Experten
    • bei Förderanträgen
    • bei Kommunikation/ Marketing
  • höhere Förderchancen
  • neue Kontakte und damit erweiterter Kreis an Fachkollegen (direkte Kommunikation!)
  • Informationsvorsprung, z.B. aktuelle „Needs“ aus Klinik und Labor
  • Netzwerkinterner und –übergreifender Technologietransfer (neue Marktpotenziale)
  • aktive internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Netzwerk und seine Partner

Kontakt

Food for future, BioLAGO Meeting Point, Lebensmittel von morgen, Uni meets Pharma, Wissenschaft-trifft-Wirtschaft, Science-meets-industry- Ansprechpartner

BioLAGO – das Gesundheitsnetzwerk

Michael Statnik

Tel. +49 (0)7531 – 921 525 2
Fax +49 (0)7531 – 921 525 9

E-Mail: michael.statnik@biolago.org

Website: https://www.biolago.org/diginostik/

Gefördert durch:

Das bundesweite Innovationsnetzwerk „DIGInostik“ wird gefördert durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.