22.06.2020

Verlässliche Antikörpertests für die COVID-19 Diagnostik

D-Konstanz/Wangen | Im Umgang mit der COVID-19-Pandemie werden zuverlässige Nachweise von Antikörpern auf SARS-CoV-2 weltweit dringend benötigt, um feststellen zu können, ob eine Person sich bereits mit dem Virus infiziert hatte und Antikörper gebildet hat. Viele der aktuell verfügbaren Tests sind jedoch noch nicht optimal entwickelt und können zu Falsch-Positiven Ergebnissen führen. Für eine Massentestung der Bevölkerung ist eine extrem hohe Spezifität, also eine niedrige Rate falsch-positiver Ergebnisse, jedoch absolut essentiell. Um diese Spezifität erreichen zu können, benötigt man qualitativ hochwertige Komponenten und zuverlässige immunologische Testverfahren. Die beiden Biotechnologieunternehmen CANDOR Bioscience und trenzyme leisten hierfür mit ihren Produkten einen großen Beitrag und bieten hochspezifische Komponenten für aussagekräftigere Antikörpertests gegen SARS-CoV-2 an.

In verschiedenen Studien hat sich als vielversprechendes Antigen für hochspezifische Antikörpertests die RBD (Receptor Binding Domain) des SARS-CoV-2-Spike-Proteins herauskristallisiert. Das Konstanzer Unternehmen trenzyme stellt dieses Protein in einer sehr hohen Qualität und im großen Maßstab her und liefert dieses weltweit an Kunden, die an der Entwicklung von COVID -19 Medikamenten oder an verschiedenen Testverfahren arbeiten.

Auch die Firma CANDOR Bioscience mit Sitz in Wangen verwendet das von trenzyme hergestellte Protein für die Entwicklung von Testverfahren: „Das RBD-Antigen von trenzyme findet bei uns Einsatz in der Entwicklung von ELISAs. Das von trenzyme gelieferte Antigen RBD hat sich im Gegensatz zu anderen möglichen Antigenen als hochspezifisch für die Erkennung von Patienten-Antikörpern herausgestellt. Solche Antigene können jedoch für eine längere Lagerung zu instabil sein. Im ELISA-Kit beträgt die Haltbarkeit für das RBD-Antigen weniger als 2 Wochen. Wir können es mit einem Stabilizer von CANDOR jedoch so gut stabilisieren, dass die Produktion stabiler und zuverlässiger Diagnostika ohne Probleme möglich ist. Gemeinsam ermöglichen wir dadurch schnelle und zuverlässige Diagnostik von COVID-19“, berichtet Dr. Peter Rauch, Mitgründer und Geschäftsführer von CANDOR.

Die Stabilität der Reagenzien und die damit verbundene Kit-Haltbarkeit sind für einen kommerziellen und in einer Pandemie mit hohen Stückzahlen weltweit einsetzbaren Test entscheidend. Durch den Einsatz von Stabilizern, wie in diesem Fall der Coating Stabilizer Liquid Plate Sealer® von CANDOR, sind immundiagnostische Komponenten im Kit auch nach längerer Lagerung (in der Regel 2-3 Jahre) noch stabil und voll funktionsfähig.

Neben der Wahl eines spezifischen Fängerproteins, in diesem Fall dem RBD-Protein, und der Stabilität der Reagenzien, sind weitere Aspekte zur Vermeidung falsch-positiver Ergebnisse bei Antikörpertests zu beachten. Kreuzreaktivitäten, biochemische Interferenzen, sowie unspezifische Bindungen sind zu vermeiden. Sie lösen ein Signal im Immunoassay aus und führen damit zu einem falschen Ergebnis. Um dies zu verhindern bietet CANDOR ebenfalls Lösungen an, die wirksam die Ursachen hierfür bekämpfen und die Assays zuverlässig machen.

Die hier aufgezeigten Herausforderungen machen deutlich, wie komplex die Entwicklung von zuverlässigen Immundiagnostika für COVID -19 ist. Dabei zeigt sich, dass Kooperationen wie die zwischen trenzyme und CANDOR Bioscience sehr wichtig und zielführend sind, um gemeinsam die gegenwärtige Krise zu meistern: „Wir freuen uns, CANDOR bei der Optimierung von ELISAs mit unseren hergestellten Proteinen zu unterstützen und durch unsere Zusammenarbeit die Zuverlässigkeit von Antikörperbasierten Tests zu erhöhen und somit unseren Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus leisten zu können“, sagt Dr. Reinhold Horlacher, Gründer und Geschäftsführer von trenzyme.

(Quelle: Pressemeldung trenzyme GmbH, 22.06.2020)

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