19.06.2020

Neue Förderung im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung

D-Lahr | Ziel der neuen FuE-Förderung ist es, die Patientenversorgung und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems durch digitale medizintechnische Lösungen zu verbessern.

Die zunehmende Digitalisierung des gesellschaftlichen Lebens verändert die Anforderungen an eine moderne Gesundheitsversorgung und bietet zugleich Chancen für ein effizienteres Gesundheits­system.

Diagnostik und Therapien können durch die Vernetzung klinischer Prozesse und die kontinuierliche, datenschutzgerechte Erhebung und Speicherung von Patientendaten entscheidend verbessert werden.

Was wird gefördert?
Die Fördermaßnahme zielt auf medizintechnische Lösungen ab, die durch eine stärkere Digitalisierung einen signifikanten Mehrwert innerhalb der Versorgungskette Diagnose − Therapie − Nachsorge/Rehabilitation erbringen. Folgende thematische Schwerpunkte (Themenkomplexe) liegen im Fokus der Förderung:

  • Digitale Unterstützung:
    Digitale Unterstützung hält verstärkt Einzug in Diagnostik und Therapie, wo sie vorhandene Expertise ergänzt und beratend wirken kann. Die Kombination beständig wachsenden medizinischen Wissens mit individuellen und kontextabhängigen Informationen erschließt neuartige Versorgungsoptionen für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten.
  • Digitale Therapien
    Behandlungen von Patienten können heute gänzlich digital erfolgen. Therapeutisch wirksame Softwareprodukte umfassen beispielsweise internetbasierte Versorgungsangebote zur bereits etablierten Behandlung von Patienten oder speziell auf ein Krankheitsbild abgestimmte interaktive bis hin zu virtuellen Lösungen. Außerdem können digitale Therapien dazu dienen, den Behandlungsverlauf kontinuierlich zu überwachen und individuell anzupassen
  • Integrierte Versorgungsketten:
    Es werden Projekte unterstützt, die mehrere Phasen der gesundheitlichen Versorgung verbinden, beispielsweise durch eine Verzahnung von Diagnostik und Therapie.
  • Strukturen für eine digitale Gesundheitsversorgung:
    Des Weiteren können FuE-Vorhaben gefördert werden, die Strukturen im Gesundheitswesen mit Blick auf eine digitale Gesundheitsversorgung nachhaltig verändern oder die Voraussetzungen für die Integration innovativer medizintechnischer Lösungen in eine digitale Gesundheitsversorgung verbessern sollen.

Nicht gefördert wird die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die vorrangig den
2. Gesundheitsmarkt adressieren, wie beispielsweise Fitness- und Lifestyle-Apps. Auch klinische Prüfungen im Rahmen der klinischen Bewertung als zentraler Bestandteil des Konformitätsbewertungsverfahrens sind nicht Gegenstand der Förderung.

Wer wird gefördert?
Gefördert werden folgende Institutionen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Wie wird gefördert?
Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse auf die FuE-Kosten gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge, die für Unternehmen mit bis zu 50 % gefördert werden.

Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Zum Ablauf – Zweistufiges Bewerbungsverfahren
Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze im Umfang von 10 Seiten eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Der nächste Termin zur Vorlage von Projektskizzen ist der 15.09.2020.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

(Quelle: Pressemeldung PFIF – Partner für Innovation & Förderung GmbH & Co. KG, 19.06.2020)

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