16.06.2020

PFIF im PT-Magazin zur steuerlichen Förderung von FuE-Kosten

D-Lahr | Der Bund wird innovative Mittelständler ab 2020 steuerlich begünstigen. Seit Anfang dieses Jahres können Unternehmen Personalausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) steuerlich geltend machen.

Gerade in der aktuell wirtschaftlich herausfordernden Situation zeigt sich, dass die FuE-Förderung eine nicht zu unterschätzende Finanzquelle zur Sicherung der Liquidität darstellt.

Die Rahmenbedingungen der konventionellen Förderprogramme sind klar vorgegeben – das Projektthema aber auch die Unternehmensdaten des Antragstellers (Firmengröße, Standort, Umsatz und Bilanz) müssen zum Förderprogramm und zur Ausschreibung passen. An dieser Hürde scheitern häufig kleine Start-Ups aber auch größere mittelständische Unternehmen.

Die Förderanträge sind meist sehr umfangreich und erfordern eine umfassende Vorarbeit. Die eigentliche Innovation, technische Risiken und zugehörige Lösungswege müssen detailliert ausgearbeitet werden. In den meisten Fällen ist die Förderung vor Projektstart zu beantragen, die Begutachtung der Unterlagen und Bewilligung der Gelder kann sich über Monate hinweg ziehen.

Eine lukrative Ergänzung zu den bisherigen Fördermöglichkeiten bietet die seit 2020 geltende Forschungszulage – in Forschung und Entwicklung anfallende Personalkosten können steuerlich geltend gemacht werden. Im Gegensatz zur klassischen Projektförderung können innovative Projekte direkt – vor einem Zuwendungsbescheid – gestartet werden. Die Zulage wird rückwirkend beantragt, was sich im nächsten Steuerbescheid finanziell auswirkt.

Diese Flexibilität stellt einen entscheidenden Vorteil dar. Die Forschungszulage steht im Einklang zu den immer schneller werdenden Entwicklungszyklen der Wirtschaft und der agilen Projektarbeit. Laut Stefan Lefarth, dem Produktionsmanager der HJS Emission Technology, ist die Entwicklungsgeschwindigkeit und Flexibilität entscheidend für den Erfolg des Unternehmens, das seit mehr als 40 Jahren auf Abgasnachbehandlungssysteme spezialisiert ist.

Die Bundesregierung stellt für die kommenden vier Jahre 5 Mrd. € in Aussicht. Um zu verhindern, dass Konzerne den Großteil der Fördermittel beanspruchen, ist die Zulage pro Jahr und Unternehmen auf 500.000 € gedeckelt.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur optimalen Nutzung von Fördermitteln zur Firmenentwicklung durch innovative Projekte ist die genaue Prüfung und Auswahl der für das Unternehmen und das geplante Projekt optimal passenden Fördermöglichkeit.

Zum Artikel im PT-Magazin vom 13.05.2020

(Quelle: Pressemeldung PFIF, 18.05.2020)

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