20.03.2020

EU-Projekt gegen das Coronavirus: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle

D-Ulm/ Duisburg | In einem jetzt gestarteten, großen EU-Projekt wollen Forschende der Universität Ulm und Universität Duisburg-Essen eine wirksame Therapie gegen das Coronarvirus entwickeln. Dazu werden gemeinsam mit europäischen Partnern potenzielle Wirkstoffe schnell und effizient erprobt.

Für das zweijährige Vorhaben „Fight nCoV“ hat das Konsortium unter Leitung der Universität Stockholm eine Förderung von 2,8 Mio. Euro eingeworben. Das Eindringen des Coronarvirus in die Wirtszelle gilt als guter Angriffspunkt für antivirale Wirkstoffe. Diesen Vorgang hemmen drei Substanzen, die in dem Forschungsprojekt auf ihre Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 untersucht und optimiert werden sollen. Dabei handelt es sich zum einen um die von den beiden deutschen Universitäten entwickelten molekularen Pinzetten. Diese binden an die Virushülle und zerstören den Erreger. Außerdem werden ein einsträngiges Oligonukleotid sowie makromolekulare Hemmfaktoren untersucht, die Wechselwirkungen des Erregers mit der Zielzelle unterbinden. Um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Wirkstoffe zu überprüfen, verwendet die Forschergruppe unterschiedliche Modelle. Die vielversprechendsten Wirkstoffe werden dann von den europäischen Partnern auf die Hemmung des Coronarvirus in Zellkulturen getestet. Für die weiteren Untersuchungen werden Tiermodelle bis hin zu Primaten genutzt, um zeitnah klinische Studien starten zu können.
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(Quelle: Pressemitteilung Gesundheitsindustrie BW vom 16.03.2020)

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