27.05.2019

Besseres Förderangebot für Gesundheitsinnovationen: Europapolitiker Dr. Andreas Schwab im Dialog mit BioLAGO

D-Konstanz | Dr. Andreas Schwab, Mitglied des Europäischen Parlaments, hat sich mit BioLAGO-Vertretern sowie Unternehmern aus dem bodenseeweiten Gesundheitsnetzwerk zu einem Austausch getroffen. Diskutiert wurden Herausforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Förderung von frühen Innovationen im Life Science-Bereich. Bei einem Laborbesuch konnte der Europaabgeordnete hinter die Kulissen des Pharmadienstleisters HDC schauen.

Die Life Sciences sind Zukunftstechnologien mit einer langfristig hohen und im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlichen Wertschöpfung. Diese liegt im Pharmasektor beispielsweise bei 130.000 Euro pro Mitarbeiter und damit in etwa doppelt so hoch wie im Maschinenbau.

Doch wie können Unternehmen und Start-ups in den Life Sciences von der Politik besser unterstützt werden, um ihre Innovationskraft zu stärken, zum Beispiel durch ergänzende Angebote in der EU-Förderlandschaft? Darüber diskutierten Unternehmer aus dem BioLAGO sowie Verantwortliche des Netzwerks mit dem Europaparlamentarier Dr. Andreas Schwab bei seinem Besuch auf dem Technologiecampus „The Plant“ in Konstanz. Zu Gast war ebenfalls Christoph Stetter, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Andreas Jung. Organisiert wurde das Treffen durch BioLAGO-Mitglied Dr. Friedemann Taut, Geschäftsführer von Taut Science & Service.

Zu Beginn konnte sich Andreas Schwab hautnah Einblicke in den Labors von Hit Discovery Constance (HDC) verschaffen. HDC ist ein in den Life Sciences tätiges Auftragsforschungsunternehmen. Gegründet vor 5 Jahren, verfügt HDC über eine Substanzbibliothek von über 200 000 neuartigen Wirkstoffen. Als Dienstleistung testet HDC im Hochdurchsatzverfahren deren Wirksamkeit auf Krankheitsmodelle im Reagenzglas, um Startpunkte für neue Medikamente zu erfinden. Diese neuartigen Substanzen bilden eine essenzielle Basis für die Wirkstoffforschung in der Pharmaindustrie.

HDC ist ein Joint-Venture zwischen dem Lead Discovery Center in Dortmund, einer Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft, sowie den Firmen Axxam in Mailand/Italien und CD3 in Leuven/Belgien. In Partnerschaft mit den Gesellschaftern bildet HDC die weitaus größte Einrichtung für Wirkstoff-Suche in Europa.

Neue EU-Ausschreibungen: Unternehmen können Einfluss nehmen
In der anschließenden Diskussion schilderten die Unternehmen, dass vor allem junge Firmen und Start-ups viele Hürden und Herausforderungen zu bewältigen hätten, um Innovationen zu realisieren. Grund dafür sind unter anderem die derzeitige Fokussierung von Förderprogramme des Landes, Bunde und der EU auf IT und Digitalisierung. Zum anderen seien Ausschreibungen eher auf etablierte Unternehmen ausgerichtet.

Andreas Schwab stellte klar, dass Unternehmer sehr wohl die Chance hätten Einfluss auf Entscheidungen des EU-Parlaments zu nehmen, wenn es um die Entwicklung von Fördermaßnahmen und -ausschreibungen ginge. Laut Schwab seien Termine zu Debatten und Sitzungen der Parlamentarier öffentlich einsehbar. Andreas Schwab sagte dem BioLAGO und seinen Unternehmen Unterstützung zu deren Anliegen innerhalb des EU-Parlaments zu platzieren.

(Quelle: BioLAGO, 17.05.2019)

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