13.05.2019

Empa Forscher schaffen Basis für einen erfolgreichen Technologietransfer

CH-St. Gallen| In einem so kompetitiven Umfeld wie der wissenschaftlichen Forschung ist es ratsam, sich in regelmässigen Abständen zu fragen, wo man im internationalen Vergleich denn so steht. Zu diesem Zweck hat die Empa letzten Oktober einen «Peer Review» durchgeführt; elf internationale Experten aus allen Tätigkeitsfeldern der Empa haben die Forschungs- und Innovationsleistungen des Instituts unter die Lupe genommen und international verglichen.

Dabei stellten sie der Empa ein ausserordentlich gutes Zeugnis aus. So lobten die Experten die Empa einstimmig als international anerkannte Materialforschungsinstitution, die herausragende Wissenschaftler und Ingenieure anzuziehen vermag. Zudem betonten sie die herausragende Bedeutung der zahlreichen Forschungsergebnisse und der Innovationsleistung der Empa sowohl für die Industrie als auch für die Wissenschaft und bestärkten die Empa-Führung, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.

Etwa, indem Empa-Forschende die Digitalisierung in Materialforschung und Technologieentwicklung konsequent weiterentwickeln. Denn das Thema Digitalisierung betrifft die Empa in all ihren Forschungsbereichen. Im Bereich «Advanced Manufacturing » (AM) erfordert die Entwicklung neuer Materialien datenintensive Simulationen der hochkomplexen Fertigungsprozesse und Materialeigenschaften. Ähnlich komplex ist auch die Modellierung neuartiger Energiesysteme mit der Konvergenz von Energienetzen verschiedener Grössenordnung (Einzelgebäude, Quartiere, Städte) und dem Mobilitätssektor. Die Empa wird daher ihre Forschungsaktivitäten in diesen Bereichen künftig ausbauen, etwa im Rahmen des neu gegründeten «Materials and Technology Center of Robotics», durch verstärkte Zusammenarbeit mit dem «Swiss National Supercomputing Center» (CSCS) in Lugano und die Schaffung einer neuen «High Performance Computing»-Infrastruktur an der Empa sowie durch einen neuen Fokus auf Sensortechnologien für autonomes Fahren.

Die hervorragende Peer-Evaluation der Empa spiegelt sich auch in einigen anderen Untersuchungen wider. So führte das «Center for Science and Technology Studies» (CWTS) der Universität Leiden 2018 eine bibliometrische Analyse der wissenschaftlichen Publikationen der letzten zehn Jahre durch. Ergebnis: Zum einen werden die Empa-Publikationen international deutlich überdurchschnittlich beachtet bzw. zitiert; zum anderen zählt die Empa bei den gemeinsam mit der Industrie verfassten wissenschaftlichen Publikationen zu den 40 besten Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen weltweit.
Weltweit spitze sind auch die meisten Patente, die Empa- Forschende anmelden. Das ergab eine Analyse des Patentportfolios des ETH-Bereichs durch BAK Economics. So stufte das Basler Wirtschaftsforschungsinstitut rund 45 Prozent der Empa- Patente als Weltklasse, weitere 20 Prozent als Top-Patente ein.

Viele dieser Patente entstehen im Rahmen von Kooperationsprojekten. Allein im vergangenen Jahr schloss die Empa neue Forschungsverträge mit knapp 330 akademischen und industriellen Partnern ab; insgesamt laufen derzeit mehr als 1200 aktive Verträge mit Partnern aus der Industrie, 70 Prozent davon aus der Schweiz. Für mich ein überzeugender Beweis, wie aus Grundlagenforschung marktfähige Innovationen entstehen. Denn ein erfolgreicher Wissens- und Technologietransfer kann nur auf der Basis eines soliden wissenschaftlichen Fundaments gedeihen. Auf diese erfolgreiche Kombination setzen wir auch in Zukunft getreu unserem Motto: Empa – The Place where Innovation Starts.

(Quelle: Empa News, Jahresbericht 2018, 17.04.2019)

Kontakt

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Empa – Materials Science and Technology
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Bilder

Textilien mit hochempfindlichen Sensoren können physiologische Werte wie Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung im Blut messen. Die Polymer-optischen Fasern des Sensors werden mittels Schmelzspinnen hergestellt und können direkt als Garn verarbeitet werden. © Empa