02.05.2019

Biotech-Branche: Umsatz und Beschäftigung wachsen, weniger Gründungen

D-Konstanz | Der Deutsche Biotechnologie-Report 2019 von Ernst&Young und BIO-Deutschland zeigt ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung: Der Branchenumsatz ist 2018 um 9% gestiegen, die Beschäftigung um 5% auf fast 30.000 Mitarbeiter/innen

Die Beschäftigungszunahme ist aber deutlich geringer als in den Vorjahren (2016 +17%, 2017 +12%). Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr 2017 wird eindeutig von den 21 börsennotierten Unternehmen getragen: Umsatz +16%, Beschäftigung +10%. Beim Umsatz entfallen 91% auf die drei Marktführer Quiagen, Evotec und MorphoSys. Die 631 privaten Unternehmen haben im Berichtsjahr 2018 ihren Umsatz nur um 4% steigern können und tragen 2,466 Mrd. zum Gesamtumsatz der Branche bei (4,363 Mrd. Euro).

Die Zahl der Biotech-Unternehmen ist dagegen nur um 1% gestiegen: 2017 waren es 647, 2018 652. Die Neugründungen sind sogar rückläufig: nach 27 Neustarts in 2017 waren 2018 nur 15 Start-ups zu verzeichnen, 44% weniger als im Vorjahr. Kommentar des Biotech-Reports: Trotz politischer Absichtserklärungen und Förderprogramme wirken sich die Hemmnisse wie längerfristige Finanzierung und professionelle Beratung in der Anfangsphase nachteilig auf die Gründungsdynamik aus. Der Negativtrend bei den FuE-Ausgaben wurde 2018 gestoppt: mit 4% Zuwachs auf 1,250 Mrd. Euro wird hier ein positives Zeichen gesetzt. Davon entfallen aber 472 Mio. Euro auf die 21 börsennotierten Unternehmen, 758 Mio. Euro auf die 631 Privatunternehmen. Der Report unterstreicht deshalb die Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für die Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie. Die Bioregionen weisen im Report auf die Bedeutung der Branche als Ideengeber für Innovationen in anderen Industriezweigen hin (Interaktion).

(Quelle: Deutscher Biotechnologie-Report 2019)

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