30.11.2018

Robotische Systeme für die Pflege

D-Lahr | Die zunehmende Alterung der Bevölkerung hat heute schon große Auswirkungen auf die Gesellschaft, insbesondere in Hinsicht auf die Pflege. Künftig ist mit steigenden Pflegebe-darfen bei gleichzeitig wachsendem Pflegefachkräftemangel zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird robotischen Systemen das Potenzial zugeschrieben, durch situationsangepasste Unter-stützungsleistungen zur Entlastung im pflegerischen Alltag beizutragen.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Forschungsprojekte sowohl zur Entwicklung als auch zur Erprobung innovativer robotischer Systeme, die auf praxisbezogene Anforderungen der Pflege in konkreten Anwendungsfeldern ausgerichtet sind. Dabei können robotische Systeme von Komponenten wie Roboterarmen bis hin zu humanoiden Robotern reichen. Zu den denkbaren Anwendungsfeldern zählen z. B.:

  • Therapie,
  • Kommunikation und Interaktion,
  • Transport,
  • Transfer und Mobilität,
  • Assistenz oder
  • Begleitung.

Weitere Anwendungen in der Pflege können gerne adressiert werden. Robotische Systeme, die ausschließlich oder überwiegend dem medizinischen Bereich zugeordnet werden (z. B. Operationsroboter und Prothetik), können nicht gefördert werden.

 

Gefördert werden anwendungsorientierte Verbundprojekte in zwei Schwerpunkten:

„Robotertechnologien für neue pflegerische Lösungen“

Bisher wurden nur wenige robotische Systeme speziell für Anwendungsfelder in der Pflege konzeptioniert und entwickelt. Schwerpunkt 1 dient daher der Förderung von neuartigen robotischen Technologien für konkrete pflegerische Situationen.

„Bessere Pflegepraxis durch robotische Lösungen“

Bestehende robotische Systeme, die als potenzielle Unterstützungssysteme in der Pflege betrachtet werden, stammen überwiegend aus der Industrie und der Unterhaltungsbranche. Bislang existieren jedoch nur wenige Untersuchungen, die die Auswirkungen dieser robotischen Systeme auf das gesamte Pflegesystem sowie deren Effekte auf die Qualität der Pflege untersuchen. Schwerpunkt 2 dient daher der Überprüfung und bedarfsgerechten Weiterentwicklung von bereits vorhandenen robotischen Lösungen in Erprobungsphasen im pflegerischen Alltag.

Zusätzlich wird ein wissenschaftliches Begleitprojekt gefördert:

Ziel des Begleitprojekts ist es, die theoretischen und praktischen Grundlagen für die Bewertung des Einsatzes von robotischen Systemen in der Pflege zu erarbeiten. Damit soll die bisher fehlende Basis für eine bedarfsgerechte Entwicklung und Anwendungserprobung robotischer Systeme in der Pflegepraxis geschaffen, Hürden für den Transfer von Robotik-Lösungen in die Praxis gesenkt und Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung der Verbundprojekte verbessert werden.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen jeder Größe, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Organisation der Pflegepraxis.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen wird als Forschungs- & Entwicklungszuschuss gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen mit bis zu 50 % (KMU bis zu 60%).

Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert.

 

Termin:

Der Stichtag zur Einreichung von Projektskizze ist der 18.02.2019.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

Weitere Förderinformationen finden Sie hier.

Kontakt

Food for future, BioLAGO Meeting Point, Lebensmittel von morgen, Uni meets Pharma, Wissenschaft-trifft-Wirtschaft, Science-meets-industry- Ansprechpartner

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