Forschung und Entwicklung

Die Denker vom Bodensee

Ein breites Spektrum an wissenschaftlicher Expertise sowie eine enge Verflechtung von Forschung und Lehre kennzeichnen das internationale Bodenseegebiet.

Mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Exzellenz-Universität Konstanz, dem Biotechnologie-Institut Thurgau, der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungs-Anstalt) in St. Gallen und den zahlreichen interdisziplinären Fachhochschulen verfügt das Vierländereck über Innovationsschmieden und Wissensvermittler von sehr gutem Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus. Aufgrund des schnellen Technologietransfers von der Forschungsinstitution zur marktfähigen Anwendung sowie der ausgeprägten Infrastruktur gilt der Bodenseeraum als „Region der kurzen Wege“.

Forscher bei GATC Biotech

In vielen Projekten kooperieren Hochschulen und Unternehmen in Forschung und Entwicklung, aber auch in Ausbildung und Nachwuchsförderung. Die Bodenseeregion präsentiert sich zunehmend als attraktiver Wirtschaftsstandort für neue Technologien. Vor allem für Firmen aus den Bereichen Biotechnologie und Life Science, Kommunikationstechnik oder Solarenergie ist in der Seeregion ein interessantes Zentrum mit guten Vernetzungsmöglichkeiten entstanden.

Exzellenz-Universität Konstanz

Insgesamt über 1000 Wissenschaftler betreiben an der Exzellenz-Universität Konstanz Spitzenforschung in internationaler Atmosphäre und mit globaler Anerkennung. So sind unter den rund 10.000 Studierenden insgesamt 92 Länder vertreten. Zudem sorgen etwa 130 Hochschulverbindungen mit europäischen Partneruniversitäten sowie viele Austauschprogramme für ein weltweites Netzwerk. Die Forschung der modernen und kompakten Campusuniversität umfasst unter anderem folgende Gebiete:

Chemie Materialwissenschaft Biochemie Biophysik
Zellbiologie Entwicklungsphysiologie Evolutionsforschung Ökologie
Genetik Immunologie Limnologie Mikrobiologie
Botanik Zoologie    
Physik Informationswissenschaften    


Die Forschungsorientierung wird durch fünf Sonderforschungsbereiche (u.a. SFB „Bodenseelittoral“ und „Strukturen und Funktion von Membranproteinen“), sieben Forschungszentren (u.a. „Zentrum für angewandte Photonik“), fünf Forschergruppen (u.a. Forschergruppe 434: „Oligosaccharid- und DNA-Chips-Analyse sekundärer Genprodukte“) sowie vier Graduiertenkollegs untermauert.

Grenzüberschreitende Initiativen mit der Schweiz repräsentiert das universitäre "Zentrum für Gesundheits- und Verbraucherschutz", in dem Konstanzer Wissenschaftler mit international führenden Einrichtungen Alternativmethoden zum Tierversuch entwickeln.

Einen Überblick über Forschungsprojekte der Universität Konstanz bietet die
Forschungsdatenbank der Hochschule.

Molekulare Modellierung © Nycomed
Molekulare Modellierung © Nycomed

Biotechnologie Institut Thurgau (BITg)

Einen weiteren Leuchtturm im herausragend dichten Netz an Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Seeregion bildet das Biotechnologie Institut Thurgau (BITg) in Kreuzlingen (Schweiz), das 1999 von der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung als Forschungsinstitut mit akademischer Anbindung an die Universität Konstanz gegründet wurde. Das Institut betreibt anwendungsorientierte immunologische Grundlagenforschung, Forschungstätigkeiten konzentrieren sich auf die Kernkompetenzen:

• Immunologische Grundlagenforschung und Methoden
• Krebsforschung
• Immuntherapie
• Regulation des Immunsystems

Neben dem BITg beschäftigten sich in der Seeregion außerdem das Institut für Pathologie des Kantonsspitals Thurgau und das Tumorzentrum ZeTuP in St. Gallen intensiv mit Krebsforschung.

EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt)

Für eine enge Verbindung von praxisorientierter Forschung mit Industrie und Gesellschaft steht ebenfalls die Empa in St. Gallen. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt ist eine Institution des ETH-Bereichs, dem die Eidgenössischen Hochschulen Zürich und Lausanne sowie weitere Forschungsinstitutionen angehören. Über 450 Wissenschaftler und Ingenieure sind in den Bereichen Materialwissenschaft und Technologieentwicklung tätig, fünf Fachdepartements mit 28 Abteilungen bilden das Rückgrat der Empa.

Die Empa setzt Forschungsschwerpunkte in den folgenden Themen:

Das Departement „Materialien und Systeme zum Schutz und Wohlbefinden des menschlichen Körpers“ beschäftigt sich mit:

Internationale Bodenseehochschule (IBH)

Die IBH ist ein grenzüberschreitender Verbund von 25 international anerkannten Hochschulen rund um den Bodensee. Sie fungiert als Plattform für den Austausch von Wissen und Ressourcen und fördert Synergien sowie die Erweiterung des Aus- und Weiterbildungspotentials im gesamten Bodenseegebiet. Die IBH-Mitgliedsinstitutionen kooperieren beim Aufbau von Grund- und Aufbaustudiengängen sowie an der Konzeption für die Zusammenarbeit in angewandter Forschung und Entwicklung als wichtige Erweiterung des in der Region vorhandenen Angebots zum Technologietransfer. Zum Verbund gehören unter anderen neben der Universität Konstanz, der Universität für Humanwissenschaften im Fürstentum Liechtenstein, der Universität Zürich auch die Fachhochschulen Konstanz, Ravensburg-Weingarten, Sigmaringen, Friedrichshafen, St. Gallen (CH), Kreuzlingen (CH), Winterthur (CH), Schaffhausen (CH), Rapperswil (CH), Vaduz (FL) Bendern (FL) und Dornbirn (Ö).

Die Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung beschäftigt sich dabei unter anderem mit Umweltbiotechnologie und schwerpunktmäßig mit dem Projekt „Mikrobiell induzierte Korrosion“.

Suche

BioLAGO Förderer

Newsletter

Regelmäßig aktuelle News rund um die Life Sciences am Bodensee! mehr Infos