Bildung
Der Bodenseeraum gilt mit renommierten Universitäten (in Konstanz und St. Gallen), international ausgerichteten Fachhochschulen (u.a. in Konstanz, Sigmaringen, Kreuzlingen und Dornbirn) und Akademien (Ravensburg) sowie zahlreichen daran angeschlossenen Weiterbildungseinrichtungen als vielseitiger Bildungsstandort.
Mit insgesamt 30 akademischen Instituten bei 1,8 Millionen Einwohnern hat die Seeregion mit die größte Bildungsdichte Europas. Die breitgefächerte Bildungslandschaft und gut ausgebaute Bildungsstruktur des Gebietes ist über Transferzentren und direkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft eng verknüpft.
Bildung grenzenlos
- Universität Konstanz (Außenansicht) © Universität/ Hanns Fahlbusch
Grenzenüberschreitende Bildungskooperationen werden in der Vier-Länder-Region groß geschrieben. Insgesamt 25 Hochschulen des Seegebiets haben sich zum Verbund „Internationale Bodensee Hochschule“ (IBH) zusammengeschlossen.
Profilierte Hochschulen in Konstanz und St. Gallen, in der Ostschweiz, im Vorarlberg sowie im Fürstentum Liechtenstein bieten gemeinsame interdisziplinäre Studiengänge und schaffen Kooperationsmöglichkeiten über Landesgrenzen hinweg, die als Nährboden für einen hohen Bildungs- und Ausbildungsstandard fungieren. Die Bodenseeregion bietet gerade im Bereich der Lebenswissenschaften eine Reihe erstklassiger Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um den Nachwuchs an dem noch relativ jungen Biotech-Standort gezielt zu fördern.
An der Exzellenz-Universität werden neben klassischen Studienfächern Biologie, Chemie oder Physik auch zukunftsstarke und wissensintensive Studiengänge wie „Life Science“ (Bachelor/Master) oder „Molekulare Materialwissenschaften“ (Bachelor/Master) angeboten. Neu eingerichtet wurde die Graduiertenschule „Chemical Biology“ in der Doktoranden fächerübergreifend Fragestellungen angehen, die chemische, biologische, physikalische und informations-wissenschaftliche Methoden und Verfahren erfordern. Daneben betreut die Universität gemeinsam mit dem forschenden pharmazeutischen Unternehmen Nycomed das von der DFG geförderte internationale Graduiertenkolleg IRTG1331 „Cell-based characterization of disease mechanisms in tissue destruction and repair“, bei dem zahlreiche Hochschulabsolventen die Möglichkeit haben, ihre Promotion vorzubereiten und Forschungsarbeit zu betreiben. Weitere Partner in diesem Kolleg sind die ETH Zürich und die Züricher Biotech-Firma Cytos. Einzigartig ist das eingerichtete „Forschungszentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs“, das Juniorprofessoren und ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlern einen interdisziplinären Austausch verbunden mit einer Stimulations- und Förderbasis ermöglicht.
Der Förderung von Jungforschern widmet sich das an der Universität Konstanz befindende Biotechnologie Institut Thurgau (BITg) für angewandte immunologische Grundlagenforschung in Form von Praktikamöglichkeiten sowie Diplom- und Doktorarbeiten für Studenten der Lebenswissenschaften.
Eine moderne Life Science-Fakultät besitzt die Hochschule Albstadt-Sigmaringen und bietet mit „Pharmatechnik“, „Facility Management“, „Lebensmittel, Ernährung Hygiene“ sowie „Biomedical Engineering“ vier berufsqualifizierende und praxisnahe Studiengänge.
Unter dem Schirm der Internationalen Bodensee Hochschule wird in Zusammenarbeit zwischen der Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), der Hochschule Ravensburg-Weingarten und der Zürcher Hochschule Winterthur der anwendungs- und praxisorientierte Master-Studiengang „Umwelt- und Verfahrenstechnik“ angeboten, der Module wie „Umweltanalytik“ und „Bioverfahrenstechnik“ beinhaltet.
Biotechnologie macht Schule
Darüber hinaus wird die zunehmende Bedeutung von Life Science immer mehr im Schulwesen verankert. Mehrere Gymnasien (u.a. in Radolfzell, Friedrichshafen, Ravensburg oder Tuttlingen) des Bodenseegebietes sind biotechnologisch orientiert.
Ein zweijähriges Berufskolleg für biologisch-technische Assistenten der
Fachrichtungen „Biologie und Biotechnologie“ oder „Bioinformatik und Molekularbiologie“ kann an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen absolviert werden. An der Friedrichshafener Bernd-Blindow-Schule bietet ein privates Berufskolleg die Ausbildung zum Biologisch- oder Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) an.
Weiterbildungsangebote im Bereich In-vitro-Pharmakologie und Toxikologie können im Steinbeis-Transferzentrum Konstanz genutzt werden.

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