09.05.2011
Tipps & Tricks für den Mittelstand - Über 100 Teilnehmer beim 3. Bodensee Finanzforum in Bregenz

Mehr als 100 Unternehmer und Finanzierungsexperten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nahmen am 5. Mai am Bodensee Finanzforum im Festspielhaus Bregenz teil (Quelle: BioLAGO).

Albrecht von Dewitz, Gründer des Outdoor-Ausrüsters VAUDE informierte beim Bodensee Finanzforum, wie die Eroberung asiatischer Märkte gelingt (Quelle: BioLAGO).

Zwischen den Vorträgen nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit zu Gesprächen (Quelle: BioLAGO).

„Als branchenübergreifende Fachtagung bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, über den Tellerrand hinaus zu schauen“, so Martin Vogler, Kaufmännischer Leiter/ CFO der Senstar GmbH aus Markdorf (Quelle: BioLAGO).
Mehr als 100 Unternehmer, Finanzierungsexperten und Wirtschaftsforscher aus dem Vier-Länder-Eck haben beim 3. Bodensee Finanzforum im Festspielhaus Bregenz Lösungswege zu aktuellen Finanzierungsthemen für den Mittelstand erörtert. Höhepunkte waren unter anderem die Vorträge des VAUDE-Gründers Albrecht von Dewitz sowie des Wirtschaftspublizisten Beat Kappeler. Als ein Erfolgsrezept sowohl bei Krise als auch in Zeiten des Aufschwungs wurde die Exportorientierung propagiert.
„Der Finanzierungskongress hat sich als Branchentreff und wichtige Austauschplattform zwischen Unternehmern und Finanzierungsgebern aus allen Bodensee-Anrainerstaaten etabliert, was sich auch dieses Jahr in interessanten Gesprächen gezeigt hat. Zudem belegt die Qualität der Vorträge, dass sich die Veranstaltung durchaus mit Branchenevents in Großstädten wie Zürich oder München messen kann“, zog Peter Pohl, CEO der GATC Biotech AG und Vorstand des veranstaltenden Netzwerks BioLAGO, positiv Bilanz. In Themenforen standen über den Tag hinweg Expertenvorträge und Praxis-Erfahrungsberichte erfolgreicher Geschäftsführer rund um Förderung, Fremdkapital, Investoren und Internationalisierung auf dem Programm.
Konjunktur im Blick
Der schweizerische Wirtschaftspublizist Beat Kappeler beleuchtete aktuelle weltwirtschaftliche und nationale Rahmenbedingungen für Auftragslage und Konjunktur der Unternehmen in Deutschland, Schweiz und Österreich näher. Für den Publizist verlaufen öffentliche Finanzen, Exportstärke und Binnenkonjunktur in allen Ländern der Bodenseeregion erfreulich. Schmerzhafte Einschnitte in die Konjunktur drohen für ihn am ehesten durch den schwachen Dollar und die Spannungen in der Eurozone. „Dabei bleiben Innovation, der richtige Produktemix und Präsenz in wichtigen Exportmärkten entscheidend“, zeigte sich Kappeler überzeugt.
Durchstarten nach der Krise – aber wie?
In einer Podiumsdiskussion betonte Dr. Ulrich Köppen vom Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft, dass die Krisenjahre in Baden-Württemberg zwar keine Kreditklemme ausgelöst, aber die Kreditkonditionen vieler Firmen verschlechtert hat. Dies führte Johannes Ortner, Vorstand der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg auf eine zu kurzfristig orientierte Finanzierungspraxis vieler Unternehmen zurück, nahm aber Vorarlberg hiervon aus. „Bei uns können sich Unternehmen trotz höherer Risikoaufschläge zu historisch niedrigen Kreditzinssätzen refinanzieren“, stellt Ortner fest. Für ihn kommt der gewachsenen Beziehung zur Hausbank künftig bei der langfristigen Liquiditätssicherung eine zentrale Rolle im Finanzierungsmix zu.
Erfolg in ausländischen Märkten
Mit Fokus auf seine Erfahrungen im asiatischen Markt zeichnete Albrecht von Dewitz, Gründer des Familienunternehmens VAUDE die Etappen seiner Erfolgsgeschichte nach. Der erfolgreiche Outdoor Ausrüster hat bereits vor 20 Jahren eine Produktionsstätte in China errichtet und längst auch in asiatische Nachbarländer wie Vietnam expandiert. Aus Branchen wie der Textilindustrie seien heute nahezu alle Unternehmen mit Produktionsstätten im Land vertreten. „China wird langsam teuer, doch auch im restlichen Asien steigen die Produktionskosten“, gab von Deiwtz zu bedenken.
Doris Moraschi von der Konstanzer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Volz & Bernreuther ging auf zentrale Fragen ein, die sich Unternehmer im Vorfeld der Internationalisierung stellen sollten. „Sie können über Exporte, Direktinvestitionen, strategische Partnerschaften, Lizenzverträge oder Franchising fremde Länder erobern – das bringt unterschiedlichen Kapitalbedarf mit sich. Was letztendlich richtig ist, hängt vom Spezialisierungsgrad, den Produktionsmengen und eventuellen Markteintrittsschranken ab“, so das Fazit von Moraschi.
Den richtigen Kapitalgeber finden
Am Ende des Tages wurde deutlich. Für die Unternehmen ist Geld verfügbar, sei es durch öffentliche Förderung, Venture Capital, Private Equity, Factoring oder Banken. Mithilfe des branchenübergreifenden Kongresses wurden den anwesenden Mittelständlern Tipps gegeben, die zum jeweiligen Unternehmen passende Finanzierungsform zu finden. Unter den Teilnehmern fanden sich diesmal Unternehmen unter anderem aus der Textilbranche, Medizintechnik, Ernährungswirtschaft, Elektrotechnik, Softwarebranche und Biotechnologie.
4. Finanzforum Bodensee bereits 2012
Der Erfolg bestätigt die Veranstalter, zu denen neben dem Bodensee-Netzwerk BioLAGO die BIOPRO Baden-Württemberg zählt, das Bodensee Finanzforum in vierter Auflage im kommenden Jahr weiterzuführen. Informationen hierzu erhalten Interessierte ab Frühjahr 2012 unter www.biolago.org
(Pressemitteilung, 09.05.11., Abdruck frei. Beleg erbeten.)
Kontakt:
BioLAGO e.V.
Michael Statnik
Öffentlichkeitsarbeit / Projektmanagement
Blarerstraße 56
78462 Konstanz
Tel.: +49 7531 284 - 5371
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E-Mail: michael.statnik
biolago.org

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