12.11.2010

"Hoffnung für Lungenerkrankte" - Reger Austausch bei Uni meets Pharma 2010

Rund 80 Vertreter der Gesundheitsforschung und - industrie trafen beim Begegnungsforum „Uni meets Pharma“ an der Uni Konstanz aufeinander. (Bild: BioLAGO).

Rund 80 Vertreter der Gesundheitsforschung und - industrie trafen beim Begegnungsforum „Uni meets Pharma“ an der Uni Konstanz aufeinander. (Bild: BioLAGO).

Referenten des Abends (v.l.): Horst Frank, Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Andreas Marx, Prorektor für Forschung Universität Konstanz, Anders Ullman, Forschungsleiter Nycomed und Jürgen Ruff, stellvertretender Vorsitzender BioLAGO (Bild: BioLAGO).

Referenten des Abends (v.l.): Horst Frank, Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Andreas Marx, Prorektor für Forschung Universität Konstanz, Anders Ullman, Forschungsleiter Nycomed und Jürgen Ruff, stellvertretender Vorsitzender BioLAGO (Bild: BioLAGO).

Im Anschluss an die Vorträge wurden bei „Uni meets Pharma“ die Gespräche zwischen den Vertretern der regionalen Gesundheitsforschung und –industrie vertieft (Bild: BioLAGO).

Im Anschluss an die Vorträge wurden bei „Uni meets Pharma“ die Gespräche zwischen den Vertretern der regionalen Gesundheitsforschung und –industrie vertieft (Bild: BioLAGO).

Rund 80 Wissenschaftler, Unternehmer und interessierte Bürger haben beim Begegnungsforum „Uni meets Pharma“ an der Universität Konstanz teilgenommen. Im Zentrum der vom bodenseeweiten Life-Science-Netzwerk BioLAGO initiierten Plattform stand die Vorstellung eines neuen Medikaments zur Behandlung der sogenannten Raucherlunge, das vom Pharmakonzern Nycomed entwickelt wurde. Gastredner Anders Ullman, globaler Forschungsleiter des unter anderem in Konstanz, Singen und Zürich ansässigen Unternehmens, machte deutlich, dass sowohl Patienten als auch die Wirtschaftsregion Bodensee von einem Markterfolg profitieren könnte.

Rund 80 Wissenschaftler, Unternehmer und interessierte Bürger haben beim Begegnungsforum „Uni meets Pharma“ an der Universität Konstanz teilgenommen. Im Zentrum der vom bodenseeweiten Life-Science-Netzwerk BioLAGO initiierten Plattform stand die Vorstellung eines neuen Medikaments zur Behandlung der sogenannten Raucherlunge, das vom Pharmakonzern Nycomed entwickelt wurde. Gastredner Anders Ullman, globaler Forschungsleiter des unter anderem in Konstanz, Singen und Zürich ansässigen Unternehmens, machte deutlich, dass sowohl Patienten als auch die Wirtschaftsregion Bodensee von einem Markterfolg profitieren könnte.
 
Wie entsteht die Idee für ein neues Medikament? Wie wird daraus ein echter medizinischer Nutzen und wie verdient man damit Geld? Antworten auf diese und andere brennende Fragen erwarteten die anwesenden Forscher und Vertreter der regionalen Gesundheitsindustrie vom Forschungsleiter der Nycomed, Anders Ullman, beim Aufeinandertreffen im Rahmen von „Uni meets Pharma“ an der Universität Konstanz. Mit Daxas® (Roflumilast) hat der Pharmakonzern vor kurzem ein neues Medikament auf den Markt gebracht, das bei der chronisch obstruktiven Lungenerkankung (COPD) Entzündungen hemmt und damit die Lungenfunktion verbessert. „Bis zum Durchbruch lagen 17 Jahre Forschung und Entwicklung hinter uns, ein Weg mit häufigen Rückschlägen“, bemerkte Ullman. Schließlich habe ihm zufolge „hervorragende wissenschaftliche Arbeit, Hartnäckigkeit aber auch Glück zum Erfolg“ beigetragen. Insgesamt 114 klinische Studien mit über 22 000 Patienten wurden im Entwicklungszeitraum durchgeführt.

Von Daxas® verspricht sich Nycomed einen Millionenseller und einen Umsatz in Höhe von über einer Milliarde, da laut Schätzung der Weltgesundheitsorganisation derzeit weltweit rund 210 Mio. Menschen von mittelschwerer bis schwerer COPD betroffen sind. 2005 starben über 3 Mio. Menschen an dieser Krankheit, was global rund 5 Prozent aller Todesfälle entspricht. In der Diskussion mit Ullman interessierte sowohl den anwesenden Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank als auch die zahlreich erschienen Studierenden deshalb insbesondere auch, ob Nycomed im Falle des Erfolgs seines neuen Wirkstoffs neue Arbeitsplätze an seinen Standorten in Konstanz, Singen, Zürich und weiteren schaffen werde. Eine Frage, die Ullman zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten vermochte. „Es gibt immer Potential in diese Richtung, aber noch können wir den Markterfolg noch nicht exakt vorausplanen“, so Anders Ullman.

Bereits zum zweiten Mal brachte der bodenseeweite Verbund für moderne Biowissenschaften BioLAGO e.V. Forscher sowie Vertreter der Gesundheitswirtschaft und der Pharmazeutischen Industrie zusammen, um Impulse für eigene Ideen und Entwicklungen zu fördern sowie den Wissens- und Technologietransfer voranzutreiben.

(Pressemitteilung, 12.11.10, Abdruck frei. Beleg erbeten.)


Über BioLAGO –
www.biolago.org

Lebenswissenschaften und Biotechnologie bieten wertsteigernde Verfahren für unsere Gesundheit und Umwelt und sind zunehmend für die Wirtschaftsentwicklung in Europa von Bedeutung. Moderne Biotechnologie gehört längst zu unserem Alltag. Ihre Verfahren finden sich in vielen Bereichen wie Ernährung, Medizin oder Umweltschutz. Waschmittel werden genauso mit Hilfe biotechnologischer Methoden hergestellt wie Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe oder Antibiotika. Die internationale Bodenseeregion verfügt ein facettenreiches Life-Science-Umfeld mit Forschungsinstitutionen (u.a. Universität Konstanz, Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Biotechnologie Institut Thurgau, VIVIT-Institut Dornbirn) und Unternehmen (u.a. Nycomed, Vetter Pharma, GATC Biotech), die sich zum Verein BioLAGO zusammengeschlossen haben. Mit derzeit über 70 Mitgliedsorganisationen vereint das länderübergreifende Netzwerk rund 5.700 hochqualifizierte Arbeitsplätze, darunter etwa 500 Wissenschaftler in forschungs- und entwicklungsorientierten Hochschulen sowie Instituten. BioLAGO bringt Forscher und Unternehmer zusammen und treibt die Umsetzung innovativer Ideen in marktfähige Produkte voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Hierzu dient unter anderem die jährliche Austauschplattform „Uni meets Pharma“ an der Universität Konstanz.

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