19.12.2011

Hautkrebsprävention durch DNA-Forschung und körperverträglichere Implantate: Zukunftstechnologien bei WtW 2011

"Wissenschaft-trifft-Wirtschaft": Mehr als 120 Forscher und Unternehmer vom Bodensee diskutierten auf Einladung des Netzwerks BioLAGO neue Innovationen zur Verbesserung der Gesundheit und Umwelt (Bild: BioLAGO)

"Wissenschaft-trifft-Wirtschaft": Mehr als 120 Forscher und Unternehmer vom Bodensee diskutierten auf Einladung des Netzwerks BioLAGO neue Innovationen zur Verbesserung der Gesundheit und Umwelt (Bild: BioLAGO)

Wie bringe ich Ideen aus dem Universitätslabor auf den Markt? Erfolgreiche Life-Science-Firmen der Bodenseeregion gaben Ratschläge im Rahmen einer Podiumsdiskussion (Bild: BioLAGO).

Wie bringe ich Ideen aus dem Universitätslabor auf den Markt? Erfolgreiche Life-Science-Firmen der Bodenseeregion gaben Ratschläge im Rahmen einer Podiumsdiskussion (Bild: BioLAGO).

Ideenschmiede für Innovationen - zwischen den Vorträgen standen Gespräche und die Suche nach potentiellen Kooperationspartnern im Vordergrund (Bild: BioLAGO)

Ideenschmiede für Innovationen - zwischen den Vorträgen standen Gespräche und die Suche nach potentiellen Kooperationspartnern im Vordergrund (Bild: BioLAGO)

Mehrere Unternehmen stellten Ihre Innovationen im Dienste des Menschen vor. (Bild: BioLAGO)

Mehrere Unternehmen stellten Ihre Innovationen im Dienste des Menschen vor. (Bild: BioLAGO)

(D/A/CH/LI-Bodensee) - In der Bodenseeregion tüfteln tagtäglich Hochschulforscher und Unternehmen an neuen Technologien zur Verbesserung unserer Gesundheit und Umwelt. Mehr als 120 Akteure aus Deutschland, Schweiz und Österreich tauschten neueste Erkenntnisse beim Expertenforum ‘7. Wissenschaft-trifft-Wirtschaft‘ aus, zu dem der bodenseeweite Verbund für Lebenswissenschaften BioLAGO e.V. an die Universität Konstanz geladen hatte. Vorgestellt wurden unter anderem neue Verfahren zur Messung der für Lunge und Herz-Kreislauf gefährlichen Feinstaubpartikel sowie aktuelle Erkenntnisse zur Prävention von Hautalterung und Hautkrebs durch UV-Strahlen.

Der internationale Bodensee ist reich an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die auf den Feldern der Pharmazeutik, Medizin(technik), Diagnostik oder Umwelttechnologie hochinnovative und erfolgreiche Arbeit leisten. Um den gegenseitigen Austausch zu fördern, lud der bodenseeweite Zusammenschluss für moderne Biowissenschaften BioLAGO auch in diesem Jahr zur Kooperationsbörse "Wissenschaft-trifft-Wirtschaft" an die Universität Konstanz ein. So stellte Universitätsforscherin Suzanne Kadereit eine potentielle Methode vor wie mithilfe Stammzellen gesundheitliche Auswirkungen einer chronischen Belastung mit Nanopartikeln erfasst werden können. Nanopartikel sind unter 100 Nanometer groß und werden tonnenweise zum Beispiel in Lebensmitteln, Textilien, Kosmetika oder Baumaterialien verwendet, sind aber auch in Feinstaub in der Luft vorkommend durch Abgase. Dabei wird eine Feinstaubpartikel-belastung mit erhöhtem Risiko für Lungen und Herz-Kreislauf-Probleme verbunden.

Dr. Arie Bruinink von der Forschungsanstalt EMPA in St. Gallen gab Einblicke in neue Verfahren wie Oberflächen von beispielsweise Zahn- oder Hüftgelenkimplantaten so präpariert werden können, dass diese nach der Implantation schneller sowie dauerhaft im Knochen integriert werden und dabei höchst körperverträglich sind. Daniel Gebhard von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wiederum präsentierte seine Ergebnisse zum Einfluss spezieller Erbgutveränderungen auf Hautalterung sowie die Entstehung von Hautkrebs, die seit geraumer Zeit mit UV-Strahlen in Verbindung gebracht werden. Der Jungforscher nimmt drei verschiedene Hautzelltypen unter die Lupe und untersucht deren Reparaturmechanismen, um daraus präventive Prozesse gegen Hautkrebsentstehung abzuleiten. In einer abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Erfolgreich ausgründen“ informierten Vertreter erfolgreicher, regionaler Biotechnologie-Firmen wie GATC Biotech, Trenzyme oder MCAT, die aus dem universitären Umfeld hervorgingen, den wissenschaftlichen Nachwuchs worauf es bei der Unternehmensgründung wirklich ankommt.

(Pressemitteilung, 19.12.2011 - Abdruck frei, Beleg erbeten)

"Wissenschaft trifft Wirtschaft 2011" wurde unterstützt durch:


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